
Mierscher Theater: Dialog/Konferenz - Hans Christian Andersen
Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen brachte mit knapp 30 Jahren seine Märchensammlung, die nach der Bibel das meistverkaufte Buch war, in die Welt. Als 14-Jähriger schon machte er sich allein auf den Weg nach Kopenhagen und bohrte sich mit bemerkenswerten Auftritten – tanzend und deklamierend – in die gehobene Gesellschaft hinein, die sich über dieses hässliche, aufdringliche Entlein mokierte. Bei Frauen hatte er seine liebe Not, heiratete nie, spielte Liebhaber, nahm jeden Hauch der mit sich selbst beschäftigten Gesellschaft in seine Märchen hinein: anschaulich, hintergründig; und beim zweiten Lesen bissig, sehns
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üchtig. Andersen war ein fleißiger Briefeschreiber, führte Tagebuch und schrieb eine Autobiografie – dreimal.
Mitte des 19. Jahrhunderts war Hans Christian Andersen, der dänische Zugvogel in Europa, in Postkutschen, auf Segelschiffen und mit Eisenbahnen unterwegs zu Schriftstellern, Grafen, Konsuln, immer mit großem Gepäck, von Begleitern getragen.
Andersen war ein literarischer Artist, ein Angsthase, der alles, was er sagen wollte, verspiegelte. Wenn man ganz genau hinhört, hört man in flüstern: „Lasst mich so sein, der ich bin.“
Wo: Mierscher Theater
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